DIE WISSENSCHAFTLICHE DEFINITION

Die Neuraltherapie nach Huneke zu verstehen fällt ihren Kritikern oft schwer, weil sie in ungewohnter Weise die ärztlichen Fachgebietsgrenzen zu sprengen pflegt. Deshalb wird sie gelegentlich in die Ecke der „Alternativmedizin“ gedrängt, obwohl die Neuraltherapie nach Huneke bei genauer Betrachtung auf einem durchaus wissenschaftlich begründeten neuroanatomischen und neurophysiologischen Fundament steht.

Nach den Begriffen der Universitätsmedizin lautet die Definition dieses Verfahrens:

Neuraltherapie ist die gezielte Beeinflussung von örtlich begrenzten oder auch Allgemeinstörungen des Organismus unter Zuhilfenahme des vegetativen Nervensystems. Dabei werden periphere und/oder zentrale Strukturen des Vegetativums durch gezielte Umflutung mit Procain reversibel blockiert. Diese reversible kurzzeitige Impulsunterbrechung erfolgt mit dem Ziel einer Normalisierung der vegetativen Membranfunktionen im Injektionsgebiet und nachfolgender Reharmonisierung der von hieraus gestörten Regelkreise.