Weshalb Neuraltherapie nach Huneke?

Wir sprechen von Neuraltherapie nach Huneke, weil es die Brüder Huneke waren, die die Neuraltherapie seit 1925 bis in die 1960er jahre im wesentlichen zu dem Therapiekonzept entwickelt haben, wie wir es gegenwärtig anwenden (1, 4, 8, 9, 13, 18, 19, 23, 29, 30, 37, 38, 43, 44, 50, 53, 54, 57a). Seit 1950 sind insgesamt 57 Dissertationen in diesem Zusammenhang verfasst worden. 1990 habilitierte sich Becke über Neuraltherapie in Berlin (4).

1958 wurde die Internationale medizinische Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke – Regulations-Therapie – e. V. gegründet, der Fachgesellschaften aus folgenden Ländern angehören: Deutschland, Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlande, Frankreich, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Mexiko, Kolumbien, USA/Kanada.

1971 erfolgte für das Gebiet der ehemaligen DDR – zunächst als Arbeitsgemeinschaft – die Gründung der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie (DÄGfAN).

Unter Neuraltherapie verstehen heute viele Vieles: Etwa unter Orthopäden oder Allgemeinmedizinern beliebt ist die sogenannte „kleine Neuraltherapie“, die sich meist auf die Therapie über den „Locus dolendi“ beschränkt (s. u.). Andere sprechen von „großer Neuraltherapie“, wenn sie die Therapie über die vegetativen Ganglien einschließen. Die „Neuraltherapie nach Huneke“ ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass - über „große“ und „kleine“ Neuraltherapie hinaus – die über das vegetative Nervensystem vermittelte Störfeldsuche und Störfeldbehandlung im Vordergrund steht.