Der sympathische Leitungbogen

Von großer Bedeutung für das Verständnis der Fernwirkung eines Störfeldes ist die Erkenntnis, dass sympathische Afferenzen aus der Peripherie über die Aktivierung spinaler Kerngebiete in ganz anderen Organsystemen efferente Sympathikuswirkungen auslösen können. Max Clara, Ordinarius für Anatomie in München, der sich in seinem Lehrbuch über das Nervensystem des Menschen besonders dem Vegetativum gewidmet hat, schuf dafür den Begriff des sympathischen Leitungsbogens (7).

Folgt man den Vorstellungen von Clara, so kann eine Kiefer-Ostitis über sympathische Afferenzen die sympathischen Kerngebiete des Rückenmarks zwischen C 8 und Th 11anhaltend irritieren, was durchaus zu chronischen Perfusions- und nachfolgenden Funktionsstörungen der diesen Kerngebieten angeschlossenen Organabschnitte führen kann, z. B. am Hüftgelenk oder am Urogenitalsystem (2).

weiter