Das „Terminalretikulum“

Das vegetative Nervensystem unterscheidet sich von allen anderen nervalen Strukturen durch das Fehlen von Synapsen an seinen distalen Erregungsübertragungsstellen. Der efferente Schenkel des vegetativen Nervensystems endet frei im interzellulären Bindegewebe – in Form eines „endlosen“ feinen Netzwerks, von Stoehr das „Terminalretikulum“ genannt. Hier findet sich das morphologische Substrat der Grundregulation nach Pischinger und Heine (21).

Der afferente für den vegetativen Regelkreis notwendige vegetative Schenkel beginnt hier mit eben dem gleichen Terminalretikulum. Dieses vermittelt die enge Verknüpfung des efferenten und des afferenten vegetativen Schenkels, welche die leistungsgerechte Funktionsabstimmung der verschiedenen Gewebsstrukturen untereinander ermöglicht und Voraussetzung für deren harmonische Abläufe ist. Die efferente Informationsübertragung erfolgt mit Hilfe von Neurotransmittern (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Acetylcholin). Die afferente Informationsübertragung erfolgt durch die sich ständig ändernden physikalischen und chemischen Verhältnisse im Interstitium.

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